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Gleiche chancen als ein grundsätzlicher sozialer wert in Europa

Gleichheit zwischen Männern und Frauen ist einer der fundamentalen Werte in der EU. Nichtsdestotrotz bestehen faktisch auch heutzutage teils erhebliche Differenzen. Die bestehenden Hindernisse treten oft indirekt, schwierig wahrnehmbar und durch strukturelle Phänomene begründet auf und werden aufrecht erhalten sowie in sozialen Repräsentationen zu Tage gefördert.

GLEICHE CHANCEN, als Ziele der Gleichstellung, basieren auf der Logik, das eine Breite von Strategien, Aktionen und Maßnahmen notwendig ist, bestehende und verhärtete Ungleichheiten zu korrigieren, die die Chancen von Frauen unterminieren und damit die Gesellschaften betreffen.

Daher stellt das Projekt Women Can Build verschiedene Maßnahmen und Instrumente zur Verfügung, die auf einige Hauptzielgruppen wirken sollen, um die gleichwertige Integration von Männern und Frauen in den Bausektor zu realisieren; vom Zugang in die Branche (Ausbildung) bis hin zur Weiterbildung (im Arbeitsprozess).

Die Ergebnisse der Studie des Europäischen Institutes für Gleichstellung (EIGE, 2017) zeigen, dass Fortschritte bei der Verwirklichung von Chancengleichheit eine positive Wirkung auf die Wirtschaft im Allgemeinen besitzt.

In diesem Sinne bestätigt diese Studie, dass Fortschritte bei der Umsetzung von Chancengleichheit bis zu 10,5 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze bis 2050 schaffen können und dass damit die Arbeitslosenquote in der EU positiv beeinflusst wird. Dies würde besonders in Branchen deutlich, die Männer dominiert sind (so wie die Bauwirtschaft).

Relevanz in Europa

Es ist nicht der erste Versuch, Frauen mehr in die Bauwirtschaft einzubinden. Dies wurde aber bisher stets auf lokaler Ebene unternommen.

Die besondere Relevanz dieses Projektes beruht auf der Reichweite der Aktionen unter Beteiligung von sechs europäischen Staaten: Spanien, Portugal, Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland. Auch unter Berücksichtigung der Unterschiedlichkeiten in diesen Ländern sind die „Geschichten“ von Frauen in der Bauwirtschaft doch sehr ähnlich. Dieses Projekt bietet eine große praktische Chance von europäischer Dimension und zusätzlich die Transferierbarkeit auf weitere Institutionen und Branchen.

Auf der anderen Seite sind alle Projektpartner Mitglieder im europäischen Netzwerk REFORME, das öffentliche Einrichtungen, Sozialpartner und Berufsbildungszentren regelmäßig zusammenführt und in dem über europäische Berufsbildung diskutiert wird. Chancengleichheit von Männern und Frauen in der beruflichen Ausbildung ist eines der zentralen Themen.

NEUE gender-relevante Ausbildungsmethoden und -ansätze

Der Übergang zu einer fairen Gesellschaft sowie fairen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt geht mit Veränderungen auch in Bildung und Ausbildung einher. Mit der Aktivierung von Unternehmen, Berufsbildungseinrichtungen, Ausbildern und Lernenden/Beschäftigten als Akteure im Bereich gleicher Chancen für Frauen und Männer, wird das Projekt zur Herausforderung der Gleichstellung beitragen, das auf der ganzen Palette von Strategien, Aktionen und Maßnahmen beruht, die aktuell zur Verfügung stehen und damit die tief-verwurzelten Ungleichheiten aufbrechen soll:

  • Trainingsmethoden und Lernpfade sollen unter der Ägide der Geschlechtergleichheit überdacht werden, wobei Frauen unter den Gesichtspunkten Gestaltung, Produktion und Bewertung von „Intellectual Output“ Berücksichtigung finden
  • Ausbilder und Berufsbildungsstätten werden besonders die Inklusion von Frauen und die Realisierung von Chancengleichheit mit neuartigen Methoden durch neue Ansätze, Ressourcen und Ausbildung mit einem Gender-Ansatz vorantreiben.
  • Betriebe können ihre interne Ausbildung aus der Geschlechterperspektive neu ausrichten, damit sie Frauen auch für eine Beschäftigung in der Bauwirtschaft gewinnen können.

Nutzbarkeit der Ergebnisse

Sobald die öffentlichen Ergebnisse vorliegen, werden sie hier zur Verfügung gestellt.

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